Israel brennt und auf Facebook wird gejubelt und gehetzt

In deutschen und österreichischen Gruppen, die dem Islam nahestehen, wird über die Feuersbrunst in Israel gejubelt. Israel wird auf den Social Media-Webseiten ein zweites Mal angezündet.

Die mangelhafte Berichterstattung in deutschsprachigen Medien und die de-facto Nicht-Reaktion des offiziellen Deutschlands bzw. Österreichs sei hier einmal außen vor gelassen; sie ist beschämend genug und gibt Zeugnis, welcher Geist da weht: Israel brennt, zahlreiche Experten wie Beobachter sprechen von einer Feuer-Intifada bzw. Feuer-Dschihad und verorten die Feuersbrunst als Terrorakt.

17 Großfeuer brachen landesweit aus und weitere folgen bis heute: So wurde heute versucht, Jerusalem anzuzünden. Mehr als 100.000 Menschen mussten evakuiert werden. Brandstiftung ist evident, ob terroristische Motive dahinter stecken, hält man sich offiziell noch bedeckt. Man spricht von einem „Terrorismus der Brandstiftung“, so Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan. Erste Festnahmen weisen darauf hin. Beobachter und Punddits sind sich aber darin einig, dass es sich um einen Terrorakt handle. Wie auch immer diese Katastrophe und ihre Ursachen schlußendlich beurteilt werden, Israel hat den Notstand ausgerufen, aber die Reaktionen in den Social Media, allen voran Facebook, sind evident und ohne Zweifel.

In zahlreichen dem Islamismus wie Islam nahestehenden Foren wird über die Feuersbrunst in Israel gejubelt und übelste Hetze macht sich breit. Bemerkenswert und für viele wenig überraschend ist das Fakt, dass bis dato die mit Bekämpfung von Hetze im Web beauftragte Amadeu-Antonio-Stiftung keine Stellungnahme abgab bzw. auf ihrer Website bis dato keinerlei Aktivitäten auszumachen sind, gegen diese Hetze und Hassaufrufe vorzugehen.

Das islamistische Portal „Islam Fakten“ gefällt 180.000 Internetnutzern. Auf dem Portal „MuslimStern“, das laut Selbstbeschreibung gegründet wurde, „um auf zunehmende Islam- und Muslimfeindlichkeit aufmerksam zu machen und diese zu dokumentieren“ – es gefällt mehr als 50.000 Nutzern –, gefällt mehr als 1300 Nutzern die Fotosammlung der Brände unter dem Hashtag #israelonfire.
Said Gassa, ein gebürtiger Marokkaner aus Herne, kommentiert: „Das ist die Strafe von Allah der Gewaltige den sie wollten den Gebetsruf der Palästinenser abschaffen. Auch wen ich nicht dafür bin das die Bevölkerung verbrennt hat es die Regierung dennoch verdient. Wer sind die die Allahs Gebetsruf abschaffen wollten? Niemand kann sich Allah wiedersetzen.“

Auch der zum Islam konvertierte „Aktivist“ Martin Lejeune sieht die Brände als eine „Strafe Gottes für den (sic!) Verbot des Gebetsrufes“:

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Das Online-Medium „Ruhrbarone“ schreibt zutreffend: „Das Hashtag #Israelisburning erfreut sich in der arabischen Welt größter Beliebtheit. Auf Facebook, insbesondere Seiten wie „MuslimStern“, „Freiheit für Palästina“ oder „Islam Fakten“ lässt sich der virulente Hass auf den jüdischen Staat nachlesen, etwa: „Advent, Advent, der Jude brennt!““

Und auf der „Times of Israel“ ist zu lesen: „The Arabic hashtag “Israel is burning” seemed to have been propelled through the twitterverse by imams from Arab Gulf countries with tens of millions of followers. One of those was Dr. Mohamad Al Arefe, a Saudi imam with 16.1 million followers, who tweeted the hashtag at 10:50 p.m. Wednesday. “The fire is still burning in the Zionist entity!” Arefe wrote, adding he hoped God would “liberate the Al Aqsa [Mosque] from [Israel’s] filth.”“

Man könnte so jetzt 100.000 Statement nachsetzen. Inzwischen ist der Hashtag #israelisburning weltweit der dritthäufigst geklickte Hashtag. Es ist eine zweite Feuerwalze, die Israel überrollt und hier hilft die Welt nicht, diese zu löschen.

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4 Kommentare zu „Israel brennt und auf Facebook wird gejubelt und gehetzt

  1. Es widerstrebt zutiefst, hier auf „gefällt mir“ zu klicken. Ich tue es dennoch – in Unkenntnis der WordPressalgos – in der Hoffnung diesem Beitrag etwas mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen…

    Zum Thema: ich bin entsetzt. Über die Tat(en), und über die deutsche Reaktion (bzw deren weitläufiges Ausbleiben) darauf.

    Gefällt 2 Personen

  2. Wo bleibt die vielbeschworene Freundschaft Deutschlands mit Israel in einer solch kritischen Situation für das Heilige Land? Wenn die offiziellen Verurteilungen der Brände in Israel seitens Deutschlands ausbleiben, ist die oben genannte Freundschaft nichts weiter als eine leere Worthülse.

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