Muslime „feiern“ ihre eigene Degradierung und bemerken es nicht

Israel brennt  – und ich muss mich für meine Glaubensgeschwister fremdschämen. Es ist ein Fremdschämen aufgrund der Vermischung von Politik und Religion, wobei Fakt ist, dass die Mehrheit der jubelnden Muslime absolut keine Ahnung hat, was sie mit ihrem unmenschlichen Verhalten anrichtet. Sie degradieren nicht nur andere, denen sie das Schlechte wünschen. Sie degradieren sich selbst. Warum ich so denke?

Durch das Internet erfährt man viel vom Tagesgeschehen, auch in anderen Ländern. Wenn man verschiedener Sprachen mächtig ist, hat es seine Vorteile, somit ist man nicht der einseitigen Berichterstattung ausgeliefert, sondern kann eine Vielfalt von Neuigkeiten aus verschiedenen Perspektiven erfahren. Ich erfuhr von den Bränden Israels, als ich mich durch eine Online-Zeitung durchklickte und meine Augen bei dem Wort „Haifa“ stehenblieben. Mit Haifa verbinde ich schöne Erinnerungen, da ich diesen magischen Ort mitsamt seinem Aushängeschild, den Baháʼí World Centre und seinen Gärten, vor vier Jahren besuchte. Mit Schrecken las ich die Schlagzeilen über die Brände in der Stadt sowie die Evakuierung von über 60.000 Menschen. Meinem Instinkt folgend veröffentlichte ich auf Facebook einen Beitrag, in dem ich auf das Geschehen aufmerksam machte und gleichzeitig meine Gedanken und Gebete allen Menschen von Haifa aussprach.

Es geht hierbei um Menschenleben. Es geht nicht darum, wer besser oder schlechter ist, oder ob und wer welche Religion besitzt. Jedes Wesen hat das Recht auf Leben; das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit. Umso schlimmer und befremdlicher ist es, wenn ich lesen und hören muss, dass es Menschen gibt, die der gleichen Religion wie ich angehören, welche sich über die Menschen und die Brände in Israel auslassen, als hätten sich zu selbst ernannten Richtern auserkoren.

Ich schäme mich fremd für alle Muslime, ganz gleich, ob gebürtig oder konvertiert, die der Meinung sind, diese Brände würden „eine Strafe Gottes“ sein, als Antwort zu Aktivitäten, die bestimmten Glaubensgeschwistern nicht gefallen. Ich bin sprachlos über die Frechheit und Überheblichkeit dieser Muslime, denn sie wissen nicht, was sie damit anrichten. Vielleicht sollten sie darüber nachdenken, dass sie sich damit selbst richten; dass sie damit nicht nur sich selbst schaden, sondern auch anderen Glaubensgeschwistern sowie den Islam noch mehr in Verruf bringen als er ohnehin schon ist. „Öl ins Feuer gießen“ wäre wohl eine passende Bezeichnung für dieses  unbedachte und hetzerische Verhalten.

Gott schreibt uns Muslimen im Koran vor, dass wir allen Menschen, ganz gleich welcher Herkunft wir sind, ganz gleich, ob oder welcher Religion wir angehören, mit Achtung und Respekt begegnen sollen. Es ist unsere Pflicht für Harmonie unter uns zu sorgen, für ein zivilisiertes Miteinander, mit der Akzeptanz und Toleranz verschiedener Lebensweisen.

Der Islam lehrt die Einheit der gesamten Menschheit und betont, dass Unterscheidungen nach Herkunft, Hautfarbe, Sprache uvm. niemals den Grund für Überlegenheitsansprüche einer Gruppe gegenüber einer anderen bilden können. So steht im Koran, dass es nur einen Unterschied zwischen den Menschen geben kann, und zwar den auf der geistigen Ebene, in der Unterscheidung nach Rechtschaffenheit und Gottesehrfurcht:

„Oh ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiss, der Geehrteste von euch bei Gott ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiss Gott ist Allwissend und Allkundig.“ (49:13)

Muslime sollten sich Gedanken darüber machen, was Gottes Wort ihnen an Verhaltensweisen empfiehlt. Das hier zum Thema gebrachte Verhalten hat nichts mit der schönen islamischen Lebensweise zu tun, die täglich gepflegt werden sollte. Es ist ein Armutszeugnis von Verhalten, welches konsequent geächtet werden muss. Wer sich so verhält, hat den Glauben nicht verstanden.

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Dieser Gastbeitrag stammt von Frau Dr. Caroline Neumüller (folge Caroline auf Facebook).

Sie studierte Europäisches und Internationales Recht in Bristol und promovierte mit einer Studie zu Konvertiten zum Islam in Deutschland und Großbritannien an der Universität Exeter (Großbritannien).

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